Internationaler Märchenkongress Wunsch im Märchen Baden (Mai 2002)

„Der Wunsch im Märchen“, Mai 2002

Pressestimmen (kleine Auswahl)

Märchenkongress

Sozialpädagogik, März 2002 (aus: "Erster internationaler Märchenkongress in der Schweiz"):

"Wünsche sind Teil unseres Lebens wie der Märchen. Was mag es z. B. bedeuten, wenn der allzu heftige Wunsch nach einem Kind zu dessen Verwünschung führt, wenn es kleinwüchsig wie 'Daumesdick', missgestaltet wie 'Hans mein Igel' oder gar als Tier zur Welt kommt? Grundlegende Referate und zahlreiche Arbeitsgemeinschaften, angeboten von international ausgewiesenen Dachleuten aus Literaturwissenschaft, Volkskunde, Sozialpädagogik und Psychologie, versprechen differenzierte Antworten auf diese und viele weitere Fragen theoretischer wie praktischer Art. Zwei der Seminare wurden eigens für Kindergärtner/innen und Lehrpersonen eingerichtet."


Gabriella Hofer: Tages-Anzeiger, 10. Mai 2002 (aus "1001 Nacht und viele Wünsche in Baden"):

"Es waren einmal drei Dutzend Erzählerinnen und Erzähler. Man sagt, sie seien die besten in der Eidgenossenschaft und in Germanien. Sie haben beschlossen, einen Nachmittag lang, alle Viertelstunde ein anderes Märchen zu erzählen. Ursina Lüthi, vom Märchen- und Sagenladen in Zürich, war auch unter ihnen. Lydia Urner aus Grüningen, Maggie Ammann aus Schöfflisdorf und Jean-Piere Cotti aus Zürich. Und noch zig andere eben. Sie erzählten und erzählten und erzählten - und wenn sie nicht gestorben sind, dann erzählen sie auch heute Freitag und am Samstag. Im Badener Hotel 'Blume' nämlich, hinter dem Kurtheater, für Klein und Gross."


pm: Mittellandzeitung, 14. Mai 2002 (aus: "Was hinter dem Froschkönig steckt"):

"Sind Märchen also ein Trost für Zukurzgekommene? So einfach ist es nicht: In 'Der Arme und der Reiche' ist ausgerechnet der Arme wunschlos glücklich, während sich der Reiche durch masslose Wünsche in Schwierigkeiten bringt. Denn man kann sich nicht straflos alles wünschen. Die Germanistin Ursula Heindrichs erkennt 'eine tiefe Weisheit über das richtige Wünschen in den Märchen'. Noch in einem anderen Sinn sind Märchen Wunschdichtung: 'Jeder Wunsch ist Eingeständnis eines Mangels', erklärt sie, ja einer Sehnsucht."

"Mit Verwünschungen befasste sich die deutsche Slavistin Ines Köhler-Zülch. Der berühmte Anfangssatz des Froschkönigs und damit der Sammlung der Brüder Grimm, 'In den alten Zeiten, als das Wünschen noch geholfen hat...', gehört eigentlich an den Beginn des 'Eisenofen'".

"Erstaunlich, was die Psychologen zu sagen haben."

"Die Liste der Forschungsinhalte, die die Märchen bieten, liesse sich noch beliebig fortsetzen. Solche Vielfalt und Tiefe weckt die Lust, Altbekanntes mit neuen Augen zu lesen."


Emiliana Gutzwiller: Zofinger Tagblatt, 14. Mai 2002 (aus "Sagenhafte Märchen und viele Wünsche"):

"Während Stunden in die Märchenwelt eintauchen und sich von Erzählungen verzaubern lassen. Was wie ein Wunschtraum klingt, war in Baden möglich. Während vier Tagen wurde die Bäderstadt zur internationalen Märchenhochburg."

"Ganz im Einklang mit dem Thema des Kongresses dürften wohl einige Wünsche auf wundersame Weise in Erfüllung gegangen sein. Ansonst konnte man seine Wünsche notieren und den 'Wunschhimmel' im Foyer des Badner Kurtheaters damit bereichern. Wunschlos glücklich, im Rückblick auf den Kongress, war jedenfalls gestern die Organisatorin Barbara Gobrecht aus Gebenstorf. 'Der Kongress war ein ganz grosser Erfolg, der auf eine breite Resonanz gestossen ist', so Gobrecht, die sich besonders über die zahlreichen positiven Reaktionen langjähriger Märchenkongressteilnehmer freute."


Patrizia Derungs: Basler Zeitung, Freitag, 17. Mai 2002 (aus "Wenn Wünsche einfach in Erfüllung gehen..."):

"Dass sich der tiefere Sinn der Märchen aber nicht immer so ohne weiteres erschliesst, zeigte sich an den Fachvorträgen von Experten, wie der Basler Erzählforscherin Katalin Horn, dem deutschen Volkskundler Lutz Röhrich oder der Zürcher Psychoanalytikerin Brigitte Boothe. Boothe betonte die Bedeutung eines Wunschkonzeptes für die Persönlichkeitsentwicklung eines Menschen: Wer wünscht, entwirft ein Lebenskonzept, definiert Ziele und nimmt sein Leben wichtig."

"Wer sich dem Märchen auf leichtere Art nähern wollte, konnte an den kostenlosen 'Erzählzeiten' teilnehmen, Märchenstunden für Erwachsene und Kinder, für welche die Organisatoren die Crème de la Crème der schweizerischen Erzählkunst aufgeboten hatten: den Kinderbuchautor Franz Hohler, den Basler Erzähler Paul Strahm, den österreichischen Alpöhi und Unikum Helmut Wittmann oder den aargauischen Märchen-Punk Jürg Steigmeier, bei dem während des Erzählens nicht nur die Fetzen flogen, sondern mitunter auch Bratwürste."


Bildergalerie

B. Boothe B. Gobrecht C. Givord F. Hohler
G. Dammasch G. Horowitz H. Marzi Hebeisen und Ramseier
J. Buerge K. Horn M. Kaufmann M. Vogler
P. Strahm S. Studer U. Heindrichs W. Solms


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