Jahresprogramm

Die Schweizerische Märchengesellschaft bietet zum Thema Märchen, Mythen und Sagen diverse Veranstaltungen wie Kurse, Seminare, Tagungen, Workshops und Symposien an.

Jahresprogramm zum Herunterladen:    Jahresprogramm 2018-2019  [PDF]

Programm der Schweizerischen Märchengesellschaft SMG
Seminarreihe 2018

Mit Geiss und Wolf um die ganze Welt. Ein Beitrag zur interkulturellen Erziehung.
in Thun, Basel, St. Gallen und Luzern
Organisiert von Elisa Hilty und Nelli Schmid-Kägi

In diesem Seminarzyklus werden sogenannte Kleinkindermärchen und deren Varianten aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet und auf unterschiedliche Art und Weise lebendig. Welche Gestalt als Täuscher oder Täuscherin an die Tür klopft, spielt, psychologisch betrachtet, keine Rolle. Für die Grundproblematik hat dies keine grosse Bedeutung.
Was fasziniert uns denn so an dieser Geschichte? Was spiegelt sie? Die Teilnemer folgen der Spur des Allgemeinmenschlichem in den Lebensphasen vom Kleinkind bis ins hohe Alter und geniessen dabei auch die Spielformen der Thematik in anderen Kulturen. Was ist gleich – was zeigt sich anders?

Flyer  [PDF] und Anmeldetalon  [PDF]

8. September 2018
- AUSGEBUCHT -

Seminarreihe: Mit Geiss und Wolf um die ganze Welt

Teil 3: Der Ziegenbock tanzt aus der Reihe
Ort: St. Gallen
für Jugendliche und Lehrlinge
Leitung und Erzählen: Elisa Hilty und Kathrin Raschle

Jugendliche möchten vielleicht nicht das Kleinkindermärchen hören und sich mit Symbolik »abmühen«. Aber ein Märchen aus Brasilien, das von einem Ziegenbock erzählt, der ein Haus bauen möchte und dabei gar Seltsames erlebt, könnte sie begeistern. Im Märchen aus Namibia öffnet das Mädchen die Tür, weil es an der Stimme von draussen ihren Vater zu erkennen glaubt. Diese Geschichte endet schlecht und regt zum Nachdenken an.
 
Die Teilnehmenden lernen die Gruppenaufstellungsarbeit LOSSY und eine andere Vertiefungsform kennen. Beide Formen ermöglichen, den tieferen Sinn und die inneren Zusammenhänge der Geschichte zu erfahren. 

22. - 23. September 2018
- AUSGEBUCHT -

Sagen am Tatort 13 - bei den Walsern
im Dorf Langwies im Schanfigg

Mit Dr. Ursula Brunold-Bigler und Erzählerinnen und Erzähler aus Schanfigg und Umgebung.
Organisation: Doris Portner und Susanne Hugo-Lötscher.
In Zusammenarbeit mit der Walservereinigung Graubünden WVG und dem Kulturhuus Schanfigg

Flyer  [PDF] und Anmeldetalon  [PDF]

27. Oktober 2018
- AUSGEBUCHT -

Seminarreihe: Mit Geiss und Wolf um die ganze Welt

Teil 4: Was haben die sieben Geisslein mit der Lebensmitte zu tun?
Ort: Luzern
Leitung und Erzählen: Elisa Hilty und Edith Muff-Grüter

Das Grimm-Märchen und zwei Varianten aus anderen Kulturen beleuchten wir aus der Perspektive der zweiten Lebenshälfte.  Was hat uns bis jetzt genährt und wo droht das Verschlungenwerden? Wo werden wir vielleicht in der Sichtbarkeit getäuscht und in der Dunkelheit (des Wolfsbauchs) geläutert?  Im vertrauten Märchen sind am Schluss die Geisslein befreit und der Wolf verschwunden. Was kommt danach? Durch den Wolf fand die Geissenmutter den Weg von der Angst zum Mut. Der neu erworbene Mut führt uns als Erlöserkraft weiter, doch wohin? Die Lebensmitte und die Zeit der Pensionierung stellen uns vor neue Herausforderungen. Auf kreative Art begegnen wir diesen Fragen und lassen uns von der Tugend des Mutes inspirieren.

17. November 2018 Vortrag «Die serbischen Märchen»
Ort: Cultibo Olten, um 17 Uhr, Aarauerstr. 72
Referentin: Pia Todorovic-Redaelli
18. November 2018

Museum Focus Terra, Zürich. Märchenhafte Geologie.
Thema: Expedition Sonnensystem – mit der ETH auf Forschungsreise durchs All
Erzählerin: Beatrice Bieri-Zenger

In Zusammenarbeit mit der SMG

Flyer Sonderausstellung  [PDF, 1.00 MB]

Seminarreihe 2019 Süss und duftig – wild und magisch
Die Vielfalt der Pflanzen in Märchen und Sagen


In den meisten Märchen, Sagen und Mythen nimmt die Natur mit ihrer vielfältigen Pflanzenwelt einen wichtigen Platz ein.

Ob süsse und verführerische  Früchte, duftige und betörende Kräuter, wilde und knorrige Bäume oder magische und heilende Zauberpflanzen, all diese Herrlichkeiten der Natur machen die Märchen nicht nur erlebbar, sondern verzaubernd gegenwärtig.

Möchte man, wie der kleine Hirtenbube, nicht am liebsten selber auf den hohen Baum klettern, der bis in den Himmel hinauf ragt? Ist der goldene Apfel des Lebens wirklich nur am Ende der Welt zu finden? Welches Kraut muss der Prinz wohl nehmen, damit er seine geliebte Prinzessin betören kann? Kann eine bestimmte Wunderpflanze wirklich den Weg ins Jenseits öffnen?

An den vier Seminartagen werden solche Fragen und viele andere Naturphänomene in unseren Märchen erörtert und erklärt. Es können auch die eigenen Naturerfahrungen eingebracht und erweitert sowie viele neue märchenhafte Aspekte der pflanzlichen Vielfalt erfahren und vertieft werden.

Flyer  [PDF, 621 KB]    und   Anmeldetalon  [PDF, 156 KB]
12. Januar 2019
- AUSGEBUCHT -

Beginn der vierteiligen Seminarreihe: «Süss und duftig, wild und magisch»: Die Vielfalt der Pflanzen in Märchen und Sagen

Teil 1: Von den Wurzeln bis zur Krone: Märchenbäume
In der Universitätsbibliothek Basel
Organisation: Alice Spinnler und Annegret Moser
Leitung und Erzählen: Dr. Barbara Gobrecht und Denise Racine
Führung im botanischen Garten: Heidrun Janka, M.A., Biologin

Bäume begleiten uns Menschen durch das ganze Leben. Viele Märchenheldinnen und -helden sind mit Bäumen magisch verbunden, so etwa griechische Zwillingsbrüder mit den Zypressen, die gemeinsam mit ihnen wachsen, gedeihen oder verdorren, so auch Grimms Aschenputtel mit dem schönen Haselbäumchen auf der Mutter Grab. Der «himmelhohe Baum» führt Jünglinge in eine Jenseitswelt. Im Mittelmeerraum schützen Obst- und Laubbäume nackte Zitronenfeen. Richtig frech kommt der Schwank vom Ehebruch auf dem Birnbaum daher.

Gemeinsam entdecken wir spannende Geschichten aus dem Erzählgut Europas.

26. Januar 2019
- AUSGEBUCHT -

Seminarreihe «Süss und duftig, wild und magisch»: Die Vielfalt der Pflanzen in Märchen und Sagen

Teil 2: «Es hielt einen schönen roten Apfel in der Hand…» - Vom Apfel in Märchen, Sagen und Mythen und seiner Bedeutung
In der Universitätsbibliothek Basel
Organisation: Alice Spinnler und Beat Rajchmann
Leitung und Erzählen: Sabine Lutkat, M.A.
Führung im botanischen Garten: Heidrun Janka, M.A., Biologin

Rotbackig oder grün, herrlich süss oder fein säuerlich – Äpfel bieten uns eine geradezu paradiesische Vielfalt. Sie verlocken und verführen durch Farbe und Form, Geschmack und Duft, durch ihre Wirkung und ihre wunderbaren Blüten. Und so kommt es nicht von ungefähr, dass der Apfel eine bedeutende Rolle in Märchen, Mythen und Brauchtum spielt.

An diesem Seminartag werden wir verschiedene Märchen, Sagen und Mythen daraufhin befragen, was sie uns vom Apfel und seinen symbolischen Bedeutungen erzählen. Auf diese Weise entsteht ein buntes Kaleidoskop an Apfel-Bedeutungen, das eine alte Frucht zu neuem Leben erweckt.

24. Februar 2019

Museum Focus Terra, Zürich. Märchenhafte Geologie.
Thema: Expedition Sonnensystem – mit der ETH auf Forschungsreise durchs All
Erzähler: Kurt Lätsch

In Zusammenarbeit mit der SMG

Flyer Sonderausstellung  [PDF, 1.00 MB]

9. März 2019
- AUSGEBUCHT -

Seminarreihe «Süss und duftig, wild und magisch»: Die Vielfalt der Pflanzen in Märchen und Sagen

Teil 3: Verliebt in Duftkräuter
In der Universitätsbibliothek Basel
Organisation: Alice Spinnler und Erika Hoffmann
Leitung und Erzählen: Barbara Löpfe, Lic. Phil und Annemarie Euler
Führung im botanischen Garten: Heidrun Janka, M.A., Biologin

Iris, Laura, Erika – sind Frauen Blumen? Wollen sie Blumen sein? Auch Volksmärchen erzählen von Frauen, die als Blumen oder Kräuter in Erscheinung treten. Wie handeln diese Blumenfrauen, wie wirken sie auf uns? Was steckt hinter der Pflanzengestalt? Und warum werden die sonst abstrakten Märchen für einmal sehr realitätsnah und nennen die Pflanzen beim Namen? Welche Bedeutung haben diese Pflanzen in unserer Kultur?

Fragen über Fragen. Auf einige finden sich Antworten, andere sollen zum Diskutieren einladen. Eines aber sei im Voraus verraten:

Die Seminarleiterin ist leidenschaftliche Gärtnerin und liebt Pflanzen jeglicher Art, auch unscheinbare Duftkräuter, die gerne frei wuchern.

20. März 2019

Weltgeschichtentag: Die SMG erzählt

SMG-Mitglieder, SMG-Erzählkreise und Regionalgruppen erzählen an öffentlichen Plätzen oder Räumen in möglichst vielen Orten der Schweiz.


Weitere Informationen folgen.

23. März 2019

Seminarreihe «Süss und duftig, wild und magisch»: Die Vielfalt der Pflanzen in Märchen und Sagen

Teil 4: Von der Alraune - magische Märchenpflanzen
In der Universitätsbibliothek Basel
Organisation: Alice Spinnler
Leitung und Erzählen:  Prof. Dr. Sabine Wienker-Piepho und Sylvia Diethelm-Seeger
Führung im botanischen Garten: Heidrun Janka, M.A., Biologin

Märchenpflanzen sind mehr als botanisch bestimmbare Gebilde. In den unterschiedlichsten Narrativen aus aller Welt sind sie geheimnistragende Wesen, können lachen und weinen, sprechen, schreien und singen, heilen oder töten. Manchmal können solche Zauberpflanzen sich auch fortbewegen oder haben gar eine Seele. Unfruchtbare Frauen werden schwanger, wenn sie bestimmte Pflanzen essen (conceptio magica), Menschen können aus Pflanzen entstehen oder umgekehrt zu solchen werden. Von pflanzlichen Aphrodisiaka werden bis heute entsprechende Märchen oder Sagen erzählt. Umgeben vom Zauber des Numinosen und Wunderbaren zeigen sie Schätze (Springwurzel, Wünschelrute) und den Eingang zum Jenseits an. Kurios ist auch, dass aus den Körperteilen Ermordeter Pflanzen entstehen, die am Ende das Verbrechen verraten (Knochenflöte: Holunder).

Aus all diesen Charakteristika und abergläubischen Vorstellungen hat sich zudem eine Metaphorik und Symbolsprache der Pflanzen entwickelt, die sich bis heute in der sog. «Blumensprache» gehalten hat. Die apotropäische Wirkung mancher Pflanzen wird ebenfalls thematisiert.

Eine der aufregendsten magischen Pflanzen ist die Alraune oder Mandragora. Sie wird im Zentrum des Vortrages stehen.

4. Mai 2019 Mitgliederversammlung der SMG in Solothurn

Weitere Informationen folgen.